Neujahrskonzert 2015

Neujahrskonzert 2015

Die Staatskapelle Halle,
2006 durch den Zusammenschluss des Philharmonischen Staatsorchesters mit dem Orchester des Opernhauses Halle gegründet, spielt gleichermaßen im Konzertsaal wie im Opernhaus und setzt die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition beider Klangkörper fort. Dirigenten wie Arthur Nikisch, Richard Strauss,
Kurt Masur und Klaus Tennstedt sind in ihre Chronik eingegangen.
Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist Josep Caballé-Domenech ihr Generalmusikdirektor.

Zu den Solisten, die mit dem Orchester gearbeitet haben, gehören die Pianisten Daniel Barenboim,
Elena Bashkirova, die Geiger Kolja Blacher, Mirijam Contzen und Antje Weithaas, die Cellisten Alban Gerhardt, David Geringas und Jan Vogler sowie namhafte Gastdirigenten wie Michail Jurowski und Michael Sanderling.

Jenseits der umfangreichen Konzerttätigkeit und des Opernspielplans engagiert sich die Staatskapelle mit einem breiten Angebot für Familien und Schüler, unterstützt das Jugendsinfonieorchester Sachsen-Anhalt, pflegt neue und zeitgenössische Musik und kooperiert dabei mit dem ambitionierten Festival IMPULS.

Seit 2013 besteht eine enge Zusammenarbeit mit der KammerAkademie Halle e. V., in der talentierte Nachwuchsmusiker mit Musikern der Staatskapelle - als Mentoren und Kollegen - kontinuierlich gemeinsam Konzerte erarbeiten und gestalten.

 

Kammersängerin
Romelia Lichtenstein
, Sopran,

wurde in Sofia geboren, wuchs in Rostock auf und sang im Alter von neun Jahren den Ersten Knaben in Mozarts „Die Zauberflöte”. Nach einer Ausbildung als Kinderkrankenschwester studierte sie Gesang an der Musikhochschule Leipzig. Schon in ihrem ersten Engagement an der Oper Chemnitz zeigte sich das ungewöhnlich breite Spektrum ihres Soprans. Hier sang sie Rosina in Rossinis Der Barbier von Sevilla, Sandrina in Mozarts Gärtnerin aus Liebe und die drei Frauenpartien in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen.
Beim Wettbewerb Junger Opernsänger in Gera gewann sie den 1. Preis und beim Internationalen Wettbewerb Francisco Vinas in Barcelona den Mozart-Preis.
Romelia Lichtenstein gehört dem Ensemble der Oper Halle an und wird ebenso auf internationalen Bühnen gefeiert: In der Semperoper Dresden, in Graz, Wiesba- den, Karlsruhe, in der Komischen Oper Berlin, in der Berliner Philharmonie, in Wien, Madrid und Stockholm. Mit ihren virtuosen Koloraturen und ihrer dramatischen Gestaltungskraft ist sie prädestiniert für die Friedensarie der Leonore (Macht des Schicksals) wie auch für die Arie der Margarete (Faust). Mit gleicher Brillanz gestaltet sie Operettenarien wie Liebe, du Himmel auf Erden und Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt.

Xavier Moreno, Tenor,

wurde in Barcelona geboren, studierte am dortigen Conservatori Superior del Liceu Gesang, Klavier und Chorleitung und schloss mit Auszeichnung ab. Im Ensemble des Nationaltheaters Mannheim erarbeitete er sich ein bemerkenswertes Repertoire. Der lyrische Tenor  hat viele der bedeutendsten Partien seines Fachs an internationalen Opernhäusern mit großem Erfolg bei Publikum und Presse gesungen: An der Opéra Bastille Paris, am Teatre del Liceu Barcelona, an der Ungarischen Staatsoper Budapest, an der Königlichen Oper Kopenhagen, in Tel Aviv, am Lettischen Nationaltheater Riga, in Seoul, am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, in Dortmund, Darmstadt, am Theater Heidelberg, am Staatstheater Mainz sowie an den Opernhäusern von Rouen, Limoges, Rennes und Maribor. Zu seinem Konzertrepertoire gehören Werke wie Verdis Requiem, Haydns Schöpfung, Beethovens Christus am Ölberge sowie die Neunte Symphonie, Rossinis Petite Messe Solennelle, Elgars The Dream of Gerontius sowie Dvoraks Stabat mater u nd Requiem. Zu seinen Opernrollen zählen u. a. Edgardo in Lucia di Lammermore, Alfredo in La Traviata, Nemorino in L’elisir d’amore, Pinkerton in Madama Butterfly und die Titelpartien in Massenets Werther sowie Verdis Don Carlo.

David Park, Bass,

begann 1993 sein Studium in seiner Heimatstadt Seoul und setzte es ab 2000 in Rostock und später in Dresden und an der Arena Accademia di Musica in Rom fort. Meisterkurse absolvierte er u.a. bei James Wagner, Claudia Eder und Bonaldo Giaiotti. Er gewann u.a. 2003 den Dvořák-Gesangswettbewerb in Karlovy Vary und erhielt den Interpretationspreis, den Mozartpreis und einen Sonderpreis des Nationaltheaters Prag. David Ki-Hyun Park ist seit 2002 an der Oper Halle engagiert. Konzerte führten ihn u.a. nach Dublin, Seoul und Berlin. Zu seinem Repertoire gehören die Basspartien in geistlichen Werken von Händel, Bach, Haydn, Schubert, Brahms, Dvořák, Gounod und Mendelssohn Bartholdy. An der Oper Halle eignete er sich ein umfangreiches Opernrepertoire an, das von Monteverdi über Mozart, Donizetti, Rossini, Verdi, Wagner, Tschaikowski, Puccini bis zu Dallapiccola reicht. Zu den wichtigsten Partien der letzten Zeit gehören u.a. Alfonso in Lucrezia Borga, Colline in La Bohème, Athlet in Lulu, die Titelrollen in Des Kaisers neue Kleider und Georg Philipp Telemanns Oper Der geduldige Socrates und Priester in der Uraufführung Sky Disc– Himmelsscheibe – Disc del Cel von Ramon Humet. Regelmäßig singt er im Rahmen der Händel-Festspiele. So war er u.a. als Coralbo in Floridante, als König in Ariodante, Priester in Hercules, Melisso in Alcina und Emireno in Ottone zu hören. Im Rahmen der Verdi-Tage im Oktober 2013 in Halle sang er die Basspartie in Verdis Messa da Requiem, Zaccaria in Nabucco und Banco in Macbeth. Im Februar 2014 folgte er einer Einladung der Oper Halle in die US-amerikanische Partnerstadt Savannah für eine Aufführung von Händels Messiah. In dieser Spielzeit ist er u.a. als Raymondo in Händels Almira, Said-Fares in der Opern-Wiederentdeckung Schahrazade des Komponisten Bernhard Sekles, Papageno in der Zauberflöte und Sir Berkley/Toms Blunt in Vampir (Hof der Moritzburg) zu erleben.

Jörg Lichtenstein Moderation

wurde in Rostock geboren. Er sang im Kinderchor und arbeitete später als Regieassistent am Volkstheater Rostock. 1980 begann sein Studium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. Er war an den Schauspielhäusern Leipzig, Graz, Hannover, am Thalia Theater Hamburg, an den Bühnen Köln und am neuen Theater Halle engagiert. Er spielte zahlreiche Rollen, u.a. in Tartuffe und Dantons Tod, den Dorfrichter Adam im Zerbrochnen Krug, aber auch den Gefängnisdirektor Frank in der Fledermaus.Im Jahre 1999 inszenierte er am Grazer Opernhaus Mozarts „Zauberflöte“. Im Jahre 2005 begann Jörg Lichtensteins Engagement als Schauspieler und Studioleiter am neuen Theater Halle. Hier betreute er die Ausbildung von Schauspielstudenten der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und war in Rollen wie Goethes „Faust“ und Shakespeares „Macbeth“ zu sehen. Seit 2011 ist er Ensemblemitglied des Residenztheaters München. Wie schon zuvor in Leipzig, unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz Schauspiel- und Gesangsstudenten und ist zugleich Universitätsprofessor für Schauspiel am Mozarteum Salzburg.

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