Unser Gästebuch

Nachricht 106-110 von 133.
11-12-2009 09:09
Dr. Georg Marschner ( Berlin )
Mag sein, Frau Altmann. Wir alle möchten friedliche Weihnachten, mal frei vom Alltagsstress und bösen Auseinandersetzungen, und entspannte Feiertage
nach diesem harten Jahr, vor dem wahrscheinlich härteren nächsten Jahr.
Ein bisschen mehr liebliches Tannengrün hätte gut getan und der Pianist hätte dem Flügel durchaus etwas fürs Ohr und fürs Gemüt entlocken sollen.

Leider ist heutzutage aber auch wahr, was Heinrich Heine schrieb:
Es fällt ein Stern herunter / aus seiner funkelnden Höh’.
Das ist der Stern der Liebe, / den ich dort fallen seh’…

Während Lichterglanz betört, hält Friedensnobelpreisträger (!) Obama eine Kriegsrede, die Fidel Castro sofort veranlasst, zu fragen: »Warum hat Obama den Friedensnobelpreis angenommen, als er schon beschlossen hatte, den Krieg in Afghanistan bis zum Äußersten zu führen? Er war nicht zu einer zynischen Handlung gezwungen.«
Wahrscheinlich aber doch, sonst würde das Rüstungskapital sich einen so populären Mann als Präsident nicht leisten.
In Kopenhagen sagen die europäischen Mächte am 10. Dezember 2009 fünf Milliarden Hilfe(?) zu für Entwicklungsländer, um das Klima zu retten. Die deutsche Regierung aber macht weitere hundert Milliarden Schulden und zahlt 8,3 Milliarden für 60 neue Militärtransporter A 400. 2500 Journalisten sind angereist, um den Probeflug zu verfolgen. Friede auf Erden!!

Hätte die Künstlerin sich nur nicht von dem auf der Bühne gehörten Hall leiten lassen, sondern für die Zuhörer bis in die letzten Reihen etwas prononcierter gesprochen, wäre auch Erich Kästner besser verstanden worden:
… Lauft ein bisschen durch die Strassen / Dort gibt’s Weihnachtsfest genug. /
Christentum, vom Turm geblasen, / macht die kleinsten Kinder klug. /
Kopf gut schütteln vor Gebrauch! / Ohne Christbaum geht es auch.
Tannengrün mit Osrambirnen - / Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz! /
Reißt die Bretter von den Stirnen, / denn im Ofen fehlt das Holz1 /
Stille Nacht und heil’ge Nacht - / Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Vielleicht hat’s Katja Ebstein etwas weit davongetragen, als sie sich – Zutat zum musikalisch-literarischen Programm - leidenschaftlich für Unduldsamkeit gegen die unsoziale und kriegerische Politik wandte. Aber angebracht war und ist es schon.
Es ist eben keine „friedliche Revolution“ gewesen, was 1989/90 stattgefunden hat, sondern der Durchstart zu neuer grossdeutscher Macht.

Ich halte diese Debatte nach dem Nikolaustag in der Taut-Aula durchaus für nützlich.
Ihr Georg Marschner

10-12-2009 12:00
Maria Altmann ( Berlin )
Mag sein, aber mir hat es nicht recht gefallen. So ganz möchte ich die gewohnte Weihnachtsstimmung doch nicht aufgeben.
Beste Grüsse
Ihre Maria Altmann
09-12-2009 11:42
Dieter Mertig ( Berlin )
Zunächst dachte ich: schade, dass Katja Ebstein nicht noch paar mehr Lieder singt, die zu dieser Jahresendstimmung passen. Mehr und mehr fand ich: recht interessant, wie sie die christliche Weihnachtsgeschichte behandelt – respektvoll und verstanden als Botschaft von der Sehnsucht der Ärmsten und als Ermutigung, zu kämpfen. Nicht als ständige Mahnung, alles, was der Menschheit „gottgewollt“ zugemutet wird, demütig zu ertragen.
Schade, wenn nicht überall im Saal alles gut zu verstehen war, trotz zusätzlicher Tonregie, wie man sah. Denn es war wertvoll und aufrüttelnd. Für manchen Künstler, der in der DDR groß geworden ist, könnte das vielleicht eine Anregung sein, sich auch etwas leidenschaftlicher einzumischen ins Gegenwartsgeschehen…
Vielen Dank und herzliche Grüsse von Dieter Mertig




07-12-2009 16:51
Roswitha Goerling ( Berlin ) rgoerling <at> alice <dot> de
Liebe Ilona, lieber Hannes, wieder mal ein Grund, ein paar Zeilen in Euerm Gästebuch zu hinterlegen.
Die Veranstaltung am 6. Dezember 2009 in der Max-Taut-Aula mit Katja Ebstein war wunderschön. Ihr Progamm "Es fällt ein Stern herunter..." zeigte uns eine Katja Ebstein, wir wir sie noch nicht kannten. Das macht sie aus: Eine große Vielfalt, die sie in ihrem künstlerischen Schaffen bedient. Es ist ihr gelungen, darstellend und gesanglich dieses Programm als eine Einheit zu präsentieren. In der Pause habe ich mich entschieden, die CD zu kaufen. Ich möchte mir die gesehene Veranstaltung, in Ruhe hörend, noch einmal Revue passieren lassen.
Es hat sich erneut bestätigt: Sie ist eine Künstlerin mit Format. Sehr stark bewegt hat mich ihr Standpunkt zu der jetzigen Zeit. Auch Dank dafür! Ich möchte Frau Ebstein über Euch gute Weihnachten wünschen, ein gesundes und friedliches Jahr 2010 - und uns noch so manche Begegnung mit ihr.
Ein kleiner Wermutstropfen: Leider konnte ich nicht alles gut verstehen. Auch das war ein Grund, die CD zu kaufen.
Liebe Ilona, lieber Hannes, Euch beiden ein Dankeschön für Eure Arbeit, die viel Einsatz und Kraft bedarf. Bleibt beide gesund! Besinnliche Weihnachten, ein gesundes und friedliches neues Jahr!
Liebe Grüße Roswitha
11-06-2009 10:41
Heinz Bause Mail <at> web <dot> de
Webseite: http://messen.bloggeria.net/
Der Konzertbesuch ist schön länger vorbei, doch wir würden uns freuen, wenn Sie in nächster Zeit weiter so schöne Konzerte organisieren.
Wir würden auf jeden Fall noch einmal kommen.
Alles Gute weiterhin!
Heinz Busse

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