Unser Gästebuch

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24-10-2017 19:47
Manuela Blaurock

Manuela Blarock, Berlin: (ins Gästebuch) „Das gibt Ärger“ hatte Simone Solga angekündigt.
Für mich trifft das nicht zu. Selten so gelacht wie gestern Abend in Neuenhagen.
Nachdem ich meinen Freunden davon erzählt habe, ärgern sie sich nun darüber, dass sie gedacht hatten,
es gebe ja genug davon im ZDF, und die „Kanzler-Souffleuse“ sei ihr seit zwei Jahren noch in guter Erinnerung. 2015 hat die Solga mir ja auch gefallen. Aber diesmal war sie noch viel besser. So direkt mit unseren Alltagserlebnissen verbunden, leuchtet politische Kritik schneller ein. Der Wechsel zwischen nachdenklich und heiter war trefflich gelungen. Man fühlt sich persönlich auch betroffen, wie es wohl sein soll.
Diese Fahrt ins Bürgerhaus, trotz Schienersatzverkehr, hat sich gelohnt.
Danke, Frau Solga! Jetzt gehöre auch ich endgültig zu Ihren Fans.

23-05-2017 10:29
Günter Herlt
Eine Danksagung für das Gästebuch der Künstleragentur „Con Takt“ / Ilona und Johannes Schäfer in Berlin-Biesdorf: Am 20. Mai 2017 hatte Ihre Agentur in die alte Feuerwache an der Weberwiese eingeladen. Da Sie sich schon öfter als „Schatzgräber“ bei der Auffindung lohnender Darbietungen und Darbieter bewährt haben, waren alle Stühle besetzt. Es kamen viele Grauköpfe und leider nur wenige jüngere Leute. Doch wer kam, wird es nicht bereut haben. Was auf der kleinen Bühne geschah, war Theater pur: Als einzige Kulisse stand eine Parkbank im Scheinwerferlicht. Als einziger Darsteller von neun Rollen erschien Peter Bause. Als Mime von hohen Graden gab er - ohne Kostümwechsel, nur mit dem Wechsel der Stimmlage und Gestik - allen Dialogpartnern des 80-Minuten-Monologes ein eigenes Gesicht und Gewicht. Das Stück spielt in der Zeit zwischen 1937 und 1941 in der kleinen Ortschaft Ottersdorf. Der verstorbene Schauspieler Reinhard Massag hat das Ein-Personen-Stück „DIE JUDENBANK“ zuerst für sich geschrieben und 1995 viel Lob dafür geerntet, obwohl sich die Zuschauer ständig fragen könnten: „Hab ich das nicht ganz ähnlich erlebt?“ „Aber war das damals, oder war das heute in unseren Straßen?“ Die Fabel wirkt geradezu grotesk, aber sie entlarvt die alten und neuen Rassenfanatiker bis auf die Knochen: Im Nazireich wurden Parkbänke für Juden gesperrt. In Ottersdorf beschilderte man eine einzelne abgelegene Bank am Güterbahnhof „Nur für Juden“ – nicht zur Erholung sondern zur Schaustellung. Doch gerade diese Bank war bis dahin die Lieblingsbank des knorrigen Dickschädels Dominikus Schmeinta. Der ist unbescholtener Arier und weiß, dass es in diesem Ort überhaupt keine Juden gibt. Drum will er weiterhin auf der „Judenbank“ sitzen dürfen, seine Kumpel treffen und die Waggons zählen. Doch weil sich alle Obrigkeiten strikt an die Anweisung halten, will er dann auch Jude werden. Er schreibt ein Gesuch an den „Führer“. Der Brief landet beim Reichssicherheitshauptamt, und Dominikus Schmeinta ist kurz darauf als „Irrer“ verschollen. Nur eine Nonne weint ihm eine Träne nach. Der kleine Ort spiegelt wie im Brennglas die bald darauf brennende Welt. Und was nach diesem ergreifenden Stück und dem besinnlich wie auch furios agierenden Peter Bause noch betroffener macht, ist die Erkenntnis auf dem Heimweg, dass der Schoß noch immer fruchtbar ist, aus dem so viel „gehorsame Unmenschlichkeit“ gekrochen ist. Die Zahl der hell- und dunkelbraunen Schandtaten ist hierzulande 2016 vierstellig geworden! Das verlangt mehr Mut und Gewissen von „Oben“ bis „Unten“. G. Herlt
22-05-2017 22:44
Fritz Kühn, Berlin

So ähnlich empfanden wir den Abend in der Feuerwache auch. Peter Bause ist wirklich ein Meister des Solo-Schauspiels. Und er ließ uns gleich neun Charakteren begegnen. Von Minute zu Minute wandelte sich der alltägliche Glaube an einen verdient entspannten Lebensabend des Bauern Dominikus in plötzliche Erkenntnis, dass es ganz anders kommen könnte. Hart hat er ein Leben lang gearbeitet. Jetzt will man ihn sogar von seiner Bank vertreiben. Er passt den Leuten nicht, die jetzt im Dorfe herrschen. Was führen sie im Schilde? Reinhold Massag als Autor und Peter Bause haben uns keinen Vortrag darüber gehalten. Man wird aufgerüttelt, man wird gezwungen, mitzuentscheiden: Ertragen oder kämpfen? Ohne, dass es ausgesprochen wurde, zwingt einen "Die Judenbank" zum Nachdenken, was achtzig Jahre danach wirklich ist und wie man sich dazu verhalten soll. Ein Hinweis auf die Wertegesellschaft, wie sie damals war und heute für sich in Anspruch genommen wird. Im höchsten Maße aktuell.
Wir sind dankbar, dieses Stück mit dem großartigen Schauspieler sehen zu dürfen.
Es wurde für uns das ergreifende Erlebnis.
Ihr Fritz Kühn

22-05-2017 14:36
Margitta Krüger
Zu Konzerten der Künstleragentur Con Takt kommen wir seit Jahren. Sie gehören quasi schon zu unserem Jahresauftakt.
Diesmal aber haben wir zuerst gezögert: Gehen wir zu dem Stück Die Judenbank? Ist der politische Alltag nicht schon bedrückend genug?
Nun waren wir doch am Sonnabendi in der "Alten Feuerwache". Der Name Peter Bause war für uns der eigentliche Grund, es nicht zu versäumen.
In den ersten Minuten kam mir ein wenig Skepsis auf: Es soll ja nur 80 Minuten dauern, aber wird es nicht doch zu
anstrengend werden, dem Bericht über ein Dorfereigneis aus den dreißiger Jahren zuzuhören?
Und es kam ganz anders. So eine Spannung, als der "Bauer" Peter Bause sich seine Bank nicht verbieten und nicht locker ließ. Es war kein Bericht, es war ein Erlebnis. Und man hat noch viel darüber nachzudenken, wie es heute aussieht und was man tun kann, um nicht eines Tages hilflos von Nazis ins Schienbein getreten zu werden.
Danke, Peter Bause. Wir wollen Sie wiedersehen. Ihre Familie Krüger.
15-01-2017 21:36
Hannelore Rasper
Sehr geehrte Familie Schäfer, am Samstag, dem 7. Januar, erlebten wir das NEUJAHRSKONZERT 2017. Die Staatskapelle Halle mit dem Dirigenten Michael Wendeberg, mit Kammersängerin Romelia Lichtenstein, mit Svitlana Slyvia, Xavier Moreno, Ki-Hyun Park und den Chorsolisten sowie dem Moderator Felix Oliver Schepp begeisterten uns. Es war wieder ein unvergesslicher Nachmittag mit Melodien, die im Ohr bleiben. Eine wundervolle künstlerische Darbietung und für uns Erlebnisse, die uns "verzauberten" in der Welt der Oper und der Operette. In einer Zeit, wo der Ton in der Welt rauer und auch gefährlicher geworden ist, ist es ein besonders guter Anlass, sich auf die Werte zu besinnen, vor allem sich erfreuen zu können, was ins Herz geht. Sie, liebe Familie Schäfer, haben mit Ihrem Programm im Konzerthaus dazu beigetragen, dass diese Stunden für uns zu einem besonders schönen Nachmittag wurden. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Wir wünschen Ihnen beste Gesundheit, alles Gute und weiterhin viel Erfolg für das NEUE JAHR 2017. Mit freundlichen Grüßen Ihre Familien Alfred und Hannelore Rasper sowie Friedrich-Wilhelm und Brigitte Schulze

Künstler Agentur conTakt • Telefon: (030) 51 73 98 03 • Fax: (030) 51 73 98 04