"Alles hat seine Zeit"

Kammersänger Peter Schreier - weltberühmt als Lied- und Oratoriensänger und auch gleichzeitig als Dirigent - hat von der Bühne Abschied genommen. Für viele junge Künstler und Studierende Vorbild und Lehrmeister, gibt er ihnen als Professor auch weiterhin theoretisches Wissen und ganz persönliche Anregungen auf den Lebensweg, ist er in internationalen Gremien tätig, hält er gern Kontakt mit seinem Publikum.

Wir haben ihn eingeladen, nach Berlin zu kommen - in die Stadt, in deren grössten Häusern, der Deutschen Staatsoper Unter den Linden und dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt, besondere künstlerische Höhepunkte mit ihm stattgefunden haben.

Zwei Begegnungen fanden in der Mendelssohn-Remise am 19. Oktober und im Schloß Biesdorf am 20. Oktober statt. Die kleinen Säle konnten die über 200 Besucher kaum fassen - Konzertbesucher mehrerer Jahrzehnte, Wissenschaftler und Künstler, unter ihnen auch Kammersängerin Jutta Vulpius. Stunden schöner Erinnerung und offenherzigen Gesprächs hatten wir zu interessanten künstlerischen Details, zu Wertvollem vergangener Jahre, zu Erfahrungen und Ansprüchen heute.

Das Podiumsgespräch führte Professor Dr. phil. habil. Hans John, Musikwissenschaftler, Hochschullehrer und Autor - seit gemeinsamer Jugend in Schule und Kreuzchor mit Peter Schreier befreundet. Seit fast 25 Jahren ist er an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden tätig. Prof. Dr. Hans John ist Mitglied des Sächsischen Musikrats, Stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft e.V. und Vorsitzender der Dresdner Gesell-schaft der Musikfreunde e.V. Er hat u.a. über Weber und Schumann, Liszt und Wagner, Weiss und Zimmermann publiziert und Bücher zur Musikgeschichte herausgegeben. Prof. Dr. Hans John ist ein begehrter Referent auf internationalen musikwissenschaftlichen Kongressen.


Die Filmemacherin Heide Blum gewährte Einblick in ihre Aufzeichnungen während der internationalen Abschiedstourneen des Sängers und während seiner Arbeit mit Studierenden. Sie hat in ihrem den Film begleitenden Text geschrieben: "Am liebsten hätte er nur leise Servus gesagt und ein einfaches, herzliches Wort nach dem letzten gesungenen Ton: So, Leute, das war's jetzt."

So erlebten wir gemeinsam Peter Schreier auch in diesen Tagen. Das Publikum beteiligte sich mit Fragen, Anregungen, heiterem Wortwechsel und herzlichen Dankesworten, mit stehender Ovation am Schluß.

Wir danken den Leitungen und den Mitarbeitern der Mendelssohn-Remise und des Schlosses Biesdorf.

Sehen Sie hier Fotoerinnerungen, aufgenommen von Klaus Winkler.

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