Weihnachtskonzert am 2.12.2012 in der Max-Taut Aula um 15:00 Uhr


Weihnachtslieder - international
Eine musikalisch-literarische Einstimmung
mit Künstlern von drei Kontinenten

Katharine Lyn Bolding Thomas Vogel Jinyoung Kim Soongoo Lee Lotta Hultmark Felix Lemke

 

Elke Bitterhof,  José Miguel Márquez, David Sandoval


Elke Bitterhof
hat nach ihrem Tourismus-Diplom an der Verkehrshochschule Dresden Gesang an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin studiert. Mit dem legendären „Oktoberklub“ tourte sie durch 21 Länder.
Sie stand mit Harry Belafonte auf der Bühne, sang neben Ernst Busch und moderierte u.a. Konzerte von Silvio Rodriguez. Nach elf Jahren als Moderatorin, speziell in der Jugendsendung „rund“ des DDR-
Fernsehens - bis zu dessen Liquidierung - entdeckte sie 1991 ihr Interesse für die journalistische Arbeit hinter der Kamera. In der Film- und Fernsehgesellschaft Provobis produzierte sie Reportagen aus der chilenischen Wüste, Drehs mit Delphinen,  Musikvideos und über 50 Sendungen für Kinder, für MDR und RBB Interviews und Reportagen. Bei ihrem mehrjährigen Aufenthalt in Südamerika lehrte sie an der Filmhochschule Santiago. Für José Carreras schrieb sie die spanische Fassung des Pop-Klassikers „Als ich fortging“.  Mit ihrem Mann, dem chilenischen Musiker José Miguel Márquez - nach dem Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes solidarisch von der DDR aufgenommen -  lebt sie in Berlin.

José Miguel Márquez
beherrscht ein vielfältiges Spektrum lateinamerikanischer Musik.
Er gehört seit Jahren zu den bekanntesten chilenischen Musikern. Von der indianischen Flöte Moceno bis zu Zampona, Quena und Quenacho spielt er ebenso virtuos acht verschiedene Instrumente, auch die landestypischen Saiteninstrumente Cuatro und Charango. Er bringt Latino-Ambiente mit Rhythmus in die Konzertsäle. Er ist Gründungsmitglied der berühmten Gruppe „Illapu“ und kann auf Tourneen in 28 Ländern auf berühmten Bühnen zurück blicken. Er hat solistisch an mehr als 30 CD mitgewirkt.
Fü̈r seine erfolgreichen Kompositionen erhielt er mit „Illapu“
acht Goldene und zehn Platin-Platten.

David Sandoval
wurde in Lima (Peru) geboren und spielt seit seinem 12. Lebensjahr
Gitarre.  Seit 1991 lebt er in Berlin. Obgleich er sich überwiegend mit der traditionellen Musik seines Landes und Lateinamerikas befasst, enthält sein Repertoire ebenso eigene Kompositionen und freie
Arrangements. David Sandoval tritt regelmäßig gemeinsam mit anderen Künstlern und Gruppen auf - hier sowie in Chile, Peru, Mexiko und Kuba.

Thomas Vogel Bariton
wurde 1965 in Potsdam geboren, war viele Jahre Mitglied der Singakademie Potsdam und studierte an der Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar.
1989 absolvierte er einen Gesangskurs bei Frau Prof. Sylvia Geszdy.
Seit1990 ist er Mitglied des Chores der Deutschen Staatsoper Berlin. Dort gestaltete er mehrmals kleinere solistische Rollen, zum Beispiel als Bote in Macbeth und als Deputierter in Don Carlo.
In Konzerten trat er in Deutschland, Spanien und in der Schweiz auf.

Lotta Hultmark Sopran
hat Gesang an der Göteborger Musikhochschule studiert. Im jahre 2007 kam sie nach Berlin und setzte ihre Ausbildung im Institut für Gesang und Atemschulung fort. Soli-stisch trat sie mit dem Berliner Sibelius-Orchester auf. Sie übernahm bereits Rollen wie Micaela in Bizets Carmen und Seleuce in Händels Tolomeo - beide im Opernloft Hamburg. 2008 hat sie einen Grand Prix im internationalen Opernkurs auf Burg Beeskow gewonnen. Seit 2009 singt sie freischaffend im Rundfunkchor Berlin, seit 2012 auch im Staatsopernchor Berlin und in KorVest (Bergen/Norwegen).


Katharine Lyn Bolding Sopran
ist in Oklahoma aufgewachsen und war fünf Jahre lang Sängerin einer Blues- und Rockband. 2005 bis 2007 studierte sie am Konservatorium in New York mit Master-Abschluss. Ihr Debüt gab sie im Winspear Opernhaus als Gräfin Ceprano in Verdis Rigoletto. Beim Festival of Music sang sie als Marzelline  in Beethovens Fidelio. Als Chorsängerin gelang ihr 2010 der Schritt an die Metropo-litan Opera. Im Sommer 2011 machte sie sich in Peking in einem Projekt der Hanyu Akademie mit moderner chinesischer Oper vertraut. 2011 kam sie nach Berlin in den Chor der Deutschen Staatsoper. An den Bühnen der Stadt Gera ist sie jetzt als Solistin engagiert und singt dort zunächst die Partien der Frau Fluth, der Micaela in Carmen und der Schwester Sophie in Massenets Werther.

Jinyoung Kim Sopran
ist im Jahre 1982 in Gongju/Südkorea geboren worden. Gesang hat sie an der Universität Kyungwon studiert. Als Bachelor of Music kam sie nach Dresden und erwarbnach dreijährigem Studium an der Musikhochschule "Carl Maria von Weber" ihr Diplom mit "Sehr gut".
2009 bestand sie die Künstlerische Solistexamenprüfung mit der Note "Ausgezeichnet". Schon vorher hatte sie eine Meisterklasse in Italien absolviert. Hauptrollen gestaltete sie als Mutter von Choonhyang, als Pamina in Die Zauberflöte und als Fiordiligi in Cosi fan tutte, als Mimi in La Boheme an der Musikhochschule. Seit 2009 ist sie im Chor der Deutschen Staatsoper.

Soongoo Lee Tenor
wurde 1978 in Incheon/Südkorea geboren. Bis 2005 studierte er Gesang an der Hanyang Universität, von 2006 bis 2008 an der Musikhochschule "Carl Maria von Weber" in Dresden. Die Künstlerische Diplomprüfung bestand er mit der Note "Sehr gut“. Als Rodolfo in La Boheme, als Paris in Die Schöne Helena und als Rinuccio in Gianni Schicchi bewies er seine solistischen Fähigkeiten.
Er belegte den ersten Platz beim „Antonin-Dvorak-Wettbewerb“. Zu seinem Repertoire gehören auch Szenen aus Goethes Faust, Alfredo Germont in La Traviata und Tamino in Die Zauber-flöte. Seit 2008 gehört er dem Chor der Staatsoper Unter den Linden an.

Felix Lemke Pianist
hat während seines langjährigen Engagements am Landestheater Detmold als Chordirektor, Studienleiter und Solorepetitor gearbeitet. Als Dirigent hat er dort Don Pasquale, Die Fledermaus, Die Zauberflöte,  Hänsel und Gretel, Les Misérables, Der Barbier von Sevilla und Händels Orlando, Operetten, Musicals und einige Kinderkonzerte geleitet. Zur Saison 2012/13 wechselte er an die Oper Frankfurt. In Konzerten hat er mehrfach auch mit den Berliner Symphonikern gearbeitet. Sein Dirigierstudium hat Felix Lemke an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin absolviert.


Weihnachts- und Jahreswechselstimmung -
Erwartungsvolle, glückliche Kinderaugen, Lichterzauber,
liebevoll vorbereitete Gemeinsamkeit - überall?
Menschen auf allen Kontinenten, ob Christen, Muslime,
Buddhisten oder Atheisten, werden in dieser Zeit näher zueinander
finden wollen, werden gute Traditionen, ihre eigenen Sitten und
Gebräuche pflegen, ihren Nächsten Liebe schenken.
So wird’s hier und auch in den Heimatländern der Künstler sein,
die unser Konzert gestalten: In Schweden, wo Weihnachten am Ersten Advent beginnt, im herkömmlich stark katholisch geprägten Südamerika mit seiner Vielfalt im religiösen und atheistischen
Spektrum. Weihnachtszeit dort im Hochsommer ist farbenfroh.
In Südkorea - nur knapp ein Viertel seiner Bürger sind christlich orientiert – ist der 25. Dezember dennoch Feiertag.
Überall Sehnsucht nach Frieden und Glück,
vielerorts Andacht und Gebete, religiöse Zeremonien Gläubiger, die Trost
und Hoffnung auf Rettung suchen im Glauben an den Sohn Gottes oder an andere überirdische Wesen,
denn ganze Völker und Regionen leiden unter total unheiligen Anschlägen auf ihr Dasein.
Ganz gleich, ob in der legendären Heimat Jesu Christi,
vor buddhistischen Klöstern oder islamischen Moscheen –
wo Kapital Profit wittert, werden Kriege provoziert - auch mit
neuesten deutschen Waffen. Abends Demut, nachts Bomben.
Trauerakte für’s Fernsehen und neue Marschbefehle.
Der Nahe Osten steht längst in Flammen. Und nun noch mehr
Soldaten und Waffen hinein - von wem demokratisch legitimiert und wer ist bereit, es zu verantworten?
Was dürfen die verhungernden Kinder Afrikas vom reichen
Weihnachtsmann erwarten -
und was die Männer auf den Flugzeugträgern, die im Pazifik China drohen ?

Die Weihnachtsgeschichte ist erzählt, ist aufgeschrieben,
überliefert und von allen Künsten wunderbar erhoben
worden, um Menschen zu ermutigen, dem von irdischen
Mächten heraufbeschworenen Unheil entgegen zu treten.
Wie sollte es ihr Sinn sein, hilflos duldend alles zu erleiden?
Mehr und mehr Menschen guten Willens begehen Festtage und Jahreswechsel wissend, dass sie nicht allein sind und sich nicht in Ohnmacht fügen müssen - so auch wir. (I.J.S.)

 

 

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